Portugal plant, an den Zugängen zu mehreren Stränden an der Algarve Karten aufzustellen, um Besuchern zu verdeutlichen, wo sie ihre eigenen Sonnenschirme aufstellen dürfen. Die Maßnahme wurde von Umweltministerin Maria da Graça Carvalho nach einem Treffen mit den Bürgermeistern mehrerer Gemeinden an der Algarve sowie aus Grândola an der Alentejo-Küste angekündigt.
Unterschiede je nach Standort
Laut der Ministerin variieren die Strandgrundrisse von Ort zu Ort, sodass es keine einheitliche Regel gibt, die überall gilt. An manchen Stränden reichen Konzessionsbereiche und Sicherheitszonen fast bis zur Wasserlinie, während andere Strände größere, frei zugängliche Bereiche bieten. Aus diesem Grund ist die Regierung der Ansicht, dass Besucher vor dem Betreten des Strandes einen übersichtlichen Lageplan einsehen können sollten.
Die Karten werden von den Kommunalverwaltungen in Absprache mit der portugiesischen Umweltbehörde (APA) und der Seebehörde erstellt. Die Gemeinden wurden dazu angehalten, diese so schnell wie möglich anzubringen, zumal die Badesaison bereits begonnen hat.
Keine Änderung der geltenden Vorschriften
Der Minister stellte klar, dass die Karten die geltenden Vorschriften für Strandkonzessionen nicht ändern werden. Diese Bereiche dürfen weiterhin nur 30 % der nutzbaren Strandfläche und nicht mehr als die Hälfte der Strandfront einnehmen.
Sicherheits- und Zugangskorridore werden jedoch gesondert behandelt. Diese Bereiche müssen frei bleiben, d. h., sie dürfen weder für Konzessionen noch für Besucher genutzt werden, die dort Sonnenschirme aufstellen.
Stattdessen dienen die Karten lediglich dazu, die bestehende Organisation der einzelnen Strände für Besucher verständlicher zu machen. Sie zeigen Konzessionszonen, öffentliche Bereiche, in denen Strandbesucher ihre eigenen Sonnenschirme aufstellen dürfen, sowie Zugangswege und Sicherheitsbereiche an, wie beispielsweise die Bereiche vor den Rettungsschwimmerstationen.
Nicht verbindlich
Die Empfehlung ist nicht verbindlich, wird jedoch von den beteiligten Gemeinden unterstützt, insbesondere von jenen, in denen es in den letzten Jahren zu Streitigkeiten oder Missverständnissen bezüglich der Strandnutzung gekommen ist. Die ersten Standorte, an denen die Karten voraussichtlich ausliegen werden, sind Strände in den Gemeinden Vila Real de Santo António, Castro Marim, Faro, Lagos, Vila do Bispo und Grândola.
Gestaltung der Karten
Die Gestaltung jeder Karte wird die spezifische Geografie und Aufteilung des jeweiligen Strandes widerspiegeln. Die portugiesische Umweltbehörde stimmt sich zudem mit der Seebehörde ab, um sicherzustellen, dass die Beschilderung mit den bereits bestehenden Bewirtschaftungsplänen übereinstimmt.
Der Minister wies darauf hin, dass von ähnlichen Problemen an Stränden in Nord- oder Zentralportugal keine Berichte vorliegen, was bedeutet, dass die Maßnahme derzeit nur auf Gebiete abzielt, in denen Unklarheiten aufgetreten sind.









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