Aktuelle Videos, die in den sozialen Medien geteilt wurden und im Juni 2026 aufgenommen wurden, zeigen, wie die Tiere am Portinho da Arrábida über den Sand streifen, bevor sie sich an Lebensmitteln bedienen, die unbeaufsichtigt auf Strandtüchern liegen.
Obwohl Begegnungen mit Wildschweinen im Naturpark Arrábida nichts Neues sind, warnen die örtlichen Behörden, dass die Tiere in stark von Besuchern frequentierten Gebieten zunehmend in Erscheinung treten.
Dies unterstreicht ein wachsendes Problem während der geschäftigen Sommersaison, da Strände eine attraktive Nahrungsquelle darstellen, insbesondere wenn Mülleimer Essensreste enthalten oder Touristen ihre Snacks beim Schwimmen offen liegen lassen.
Häufige Sichtungen
Die Strände von Portinho da Arrábida, Creiro und Galapinhos, die alle im portugiesischen Bezirk Setúbal liegen, gehören zu den Orten, an denen Sichtungen am häufigsten vorkommen.
Galapinhos, der 2017 zum schönsten Strand Europas gekürt wurde, zieht jedes Jahr zahlreiche internationale Touristen an, ist jedoch aufgrund seiner Nähe zum natürlichen Lebensraum der Wildschweine, der tief in den Hügeln von Arrábida liegt, besonders anfällig für Besuche der Tiere.
Strandbesuchern wird geraten, Lebensmittel nicht unbeaufsichtigt zu lassen, Müllsäcke ordnungsgemäß zu verschließen und einen Sicherheitsabstand einzuhalten, wenn sie einem Wildschwein begegnen. Vom Füttern oder Annähern an die Tiere wird dringend abgeraten, da dies sie dazu ermutigen kann, in belebte Gebiete zurückzukehren.
Maßnahmen zur Kontrolle
Darüber hinaus wurden die Bemühungen zur Kontrolle des Wildschweinbestands in den Arrábida-Hügeln intensiviert.
Nach Angaben des portugiesischen Instituts für Naturschutz und Wälder (ICNF) haben die Behörden in diesem Jahr 85 Fangaktionen genehmigt, darunter kontrollierte Jagd und nächtliche Fallenstellungen, die in der Regel in der Nähe von Ackerland, Stränden und anderen Orten aufgestellt werden, an denen die Tiere bekanntermaßen nach Futter suchen.
Das ICNF gibt an, dass der Wildschweinbestand im Naturpark Arrábida weiterhin groß und stabil ist, obwohl die Zahl der erlegten Tiere leicht gestiegen ist: Jährlich werden zwischen 600 und 700 Wildschweine aus dem Parkgebiet entfernt.
Naturschutzexperten argumentieren, dass Maßnahmen zur Populationskontrolle mit einer kontinuierlichen Überwachung einhergehen sollten, um sicherzustellen, dass das ökologische Gleichgewicht gewahrt bleibt und gleichzeitig der wachsenden Tierzahl Rechnung getragen wird.
Neben häufigen Auftritten an den örtlichen Stränden dringen die Tiere auf der Suche nach Nahrung zunehmend in die nahegelegenen städtischen Gebiete rund um Setúbal vor, was eine der größten ökologischen Herausforderungen der Region bei der Bewirtschaftung des Wildschweinbestands widerspiegelt.









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