Das vom Zentrum für Ingenieurwesen und Produktentwicklung (CEiiA) entwickelte BEN wurde von Lufthansa Ground Services Portugal ausgewählt, um die Flugzeugabfertigung und die Passagierbetreuung an den Flughäfen Lissabon und Porto zu unterstützen. Der Probebetrieb soll im September beginnen, die vollständige Einführung wird für 2027 erwartet.

Mit dieser Vereinbarung setzt zum ersten Mal ein Unternehmen der Lufthansa-Gruppe das in Portugal entwickelte Fahrzeug ein und integriert damit nationale Innovation in eines der größten Luftverkehrsnetze Europas.

Das BEN wurde speziell für Umgebungen entwickelt, in denen Manövrierfähigkeit von entscheidender Bedeutung ist. Es ist rund 2,5 Meter lang, bietet Platz für bis zu drei Insassen und verfügt über ein Ladevolumen von 100 bis 400 Litern. Das vollelektrische Fahrzeug hat bereits die EU-Typgenehmigung erhalten, sodass es in allen EU-Mitgliedstaaten eingesetzt werden darf.

Neben seinem emissionsfreien Antrieb verfügt das Fahrzeug über digitale Technologie, mit der sich die während des Betriebs vermiedenen CO₂-Emissionen in Echtzeit überwachen lassen. Lufthansa Ground Services Portugal plant zudem die Integration der AYR-Plattform von CEiiA, um die Umweltbilanz seines Flughafenbetriebs weiter zu verbessern.

Die Partnerschaft umfasst auch eine Komponente der sozialen Verantwortung. Die durch den Einsatz des BEN generierten Emissionsgutschriften kommen der „Help Alliance Portugal“ zugute, der gemeinnützigen Organisation der Lufthansa-Gruppe, und tragen zur Finanzierung von Projekten bei, die sich auf Bildung, soziale Inklusion und Chancen für benachteiligte Gemeinschaften konzentrieren. Die portugiesische Niederlassung wird der erste außerhalb Deutschlands gegründete Verein der Organisation sein.

Lufthansa Ground Services Portugal, das mehr als 360 Mitarbeiter beschäftigt und von seinem Hauptsitz in Porto aus Flughäfen weltweit operativ unterstützt, erklärt, dass die Einführung des BEN Teil einer umfassenderen Strategie zur Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltauswirkungen der Bodenabfertigungsdienste ist.