Die Immobilienpreise steigen weiter
Neue Zahlen des Nationalen Instituts für Statistik (INE) zeigen, dass eine Immobilie in Portugal im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 262.839 € kostete. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste jemals verzeichnete Wert.
Während die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin stark ist, finden weniger Transaktionen statt. Zwischen Januar und März wurden insgesamt 37.745 Immobilien verkauft, was einem Rückgang von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Analysten vermuten, dass steigende Preise, höhere Kreditkosten und eine zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit viele Käufer dazu veranlassen, vorsichtiger vorzugehen.
Gebrauchtimmobilien machten zu Jahresbeginn den Großteil der Verkäufe aus. Doch sie sind längst nicht mehr das Schnäppchen, das sie einmal waren. Der Durchschnittspreis einer Gebrauchtimmobilie kletterte auf 246.280 Euro, stellte damit einen neuen Rekord auf und übte weiteren Druck auf die Käufer aus.
Der Mangel an neuem Wohnraum bleibt ein zentrales Problem. Neubauimmobilien machten im Quartal weniger als ein Fünftel aller Transaktionen aus, was vor allem auf das begrenzte Angebot zurückzuführen ist. Obwohl die Verkäufe von Neubauten zurückgingen, erreichte ihr Durchschnittspreis dennoch einen Rekordwert von 330.867 €.
Da der Druck auf die Erschwinglichkeit zunimmt, scheinen viele Käufer ihre Suche über die größten Ballungszentren Portugals hinaus auszuweiten. Regionen wie Oeste und Vale do Tejo, die Halbinsel Setúbal, das Alentejo und Teile des Nordens ziehen weiterhin das Interesse derjenigen auf sich, die nach Immobilienpreisen suchen, die unter den in Lissabon und Porto üblichen liegen.
Auf dem Markt ist zudem ein anhaltender Rückgang der Käufe durch Nichtansässige zu beobachten. Ausländische Käufer und im Ausland lebende portugiesische Staatsbürger erwarben im ersten Quartal weniger Immobilien, womit sich ein Trend fortsetzte, der sich in den letzten Jahren nach Änderungen bei Investitions- und Steueranreizen abgezeichnet hatte. Dennoch bleiben internationale Käufer in den höherpreisigen Marktsegmenten aktiv, wobei der durchschnittliche Kaufpreis für Nichtansässige deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt.
Es kann Jahre dauern, bis staatliche Maßnahmen Ergebnisse zeigen
Die Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen zur Erhöhung des Wohnungsangebots eingeführt, darunter einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für bestimmte Neubauprojekte sowie Reformen der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Wohnungsexperten warnen jedoch davor, dass solche Maßnahmen wahrscheinlich keine sofortigen Ergebnisse bringen werden. Die Planung und der Bau neuer Wohnungen dauern Jahre, was bedeutet, dass jede Verbesserung der Erschwinglichkeit voraussichtlich Zeit brauchen wird.
Derzeit befindet sich der portugiesische Wohnungsmarkt weiterhin in einer Zwickmühle zwischen starker Nachfrage und begrenztem Angebot. Auch wenn das Tempo des Preisanstiegs erste Anzeichen einer Abschwächung zeigt, rückt der Erwerb von Wohneigentum für viele Haushalte weiter in die Ferne, da die Preise auf einem historischen Höchststand verharren.









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