Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich bei den portugiesischen Bürgern die Überzeugung verstärkt, dass Einwanderer tatsächlich einen positiven Beitrag zur Wirtschaft leisten.
Dies gilt trotz der Tatsache, dass die Mitte-Rechts-Partei „Demokratische Allianz“ und die rechtsextreme Partei CHEGA die neuen Gesetze zu Einwanderung, Staatsangehörigkeit und Rückführung verschärft haben, wie Portugal Decoded berichtet.
Ein positiver wirtschaftlicher Faktor
Laut der Studie „Presidential 2026“, einer vom „Portuguese Electoral Behaviour Project“ am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Lissabon koordinierten Umfrage, geben 65 Prozent der Befragten an, dass Einwanderer gut für die Wirtschaft sind.
Von diesen Befragten gaben 14 Prozent an, dass Einwanderung der portugiesischen Wirtschaft schade.
Das entspricht einem Anstieg um fast 7 Prozentpunkte im Vergleich zu einer ähnlichen Studie, die nach den Parlamentswahlen 2025 durchgeführt wurde. Bei beiden Umfragen waren die Stichproben größer als bei regulären Meinungsumfragen, was die Ergebnisse zuverlässiger macht.
Keine Arbeitsplätze wegnehmen
Ein weiteres Ergebnis zeigt, dass der Anteil der Befragten, die nicht der Meinung sind, dass Einwanderer den Portugiesen Arbeitsplätze wegnehmen, auf 52 Prozent gestiegen ist, verglichen mit 47 Prozent vor einigen Jahren.
Dennoch besteht eine Mehrheit der Befragten weiterhin darauf, dass Arbeitgeber im Falle von Arbeitskräftemangel portugiesischen Staatsbürgern bei der Einstellung Vorrang einräumen sollten. Von 62 Prozent im letzten Jahr sind es nun 73 Prozent der Befragten, die diese Ansicht teilen – und das, obwohl in Portugal derzeit weiterhin Vollbeschäftigung herrscht.
Der Anteil der Befragten, die die Vorstellung ablehnen, dass Einwanderer portugiesischen Staatsbürgern wertvolle öffentliche Dienstleistungen vorenthalten, stieg ebenfalls auf 50 Prozent – das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2025.
Ein weiteres Highlight der Studie ist, dass die Mehrheit der Befragten (47 Prozent) die Vorstellung ablehnt, Portugal wäre stärker, wenn die Einwanderung gestoppt würde – im Vergleich zu den 28 Prozent, die dies glauben.
Wichtigstes politisches Problem
Die Autoren der Studie baten die Befragten, eine einzige Antwort zu geben, um anzugeben, was sie als „das derzeit wichtigste politische Problem Portugals“ betrachten.
Migration und Grenzkontrolle belegen auf der Liste den sechsten Platz, wobei die Bürger angaben, dass sie sich weitaus mehr Sorgen um Themen wie Wirtschaft, Korruption und Gesundheit machten.
Die wirtschaftlichen Sorgen verteilten sich auf mehrere Antwortkategorien, erreichten jedoch insgesamt 16,8 % der Antworten und waren damit das drängendste Thema insgesamt.
Zu diesen Sorgen zählten die Lebenshaltungskosten, die Inflation, die Renten und niedrige Löhne. Verteilt auf mehrere Antwortkategorien erreichten wirtschaftliche Sorgen 16,8 Prozent der Antworten, was dieses Thema nach Ansicht der Portugiesen zum dringlichsten machte.
An zweiter Stelle der Liste der wichtigsten politischen Probleme stand das Thema Korruption, das von den Befragten mit Begriffen wie „Unehrlichkeit“, „Vetternwirtschaft“, „Begünstigung“ und „Lügen“ in Verbindung gebracht wurde. An dritter Stelle standen Gesundheitsprobleme, wobei die Befragten das Gesundheitswesen und das SNS als Beispiele nannten, um das Problem zu verdeutlichen.








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