Im Rahmen der Studie wurden mehr als 4.000 Fachkräfte im Land befragt. Die Absicht, den Arbeitsplatz zu wechseln, ist auf 23 % gesunken. Stabilität ist jetzt der vorherrschende Trend auf dem aktuellen Arbeitsmarkt. Zwar wollen Fachkräfte nach wie vor neue Projekte übernehmen, aber nur wenige führen diese Wechsel tatsächlich durch. Die zunehmende Vorsicht in Bezug auf das wirtschaftliche Klima ist ein Schlüsselfaktor.

Trotz dieses Rückgangs der beruflichen Mobilität bleiben die Gründe für die Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber unverändert. Der Hauptgrund, warum Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verlassen, ist, dass sie ihr Gehalt für zu niedrig halten. Weitere Hauptgründe sind das Fehlen eines echten beruflichen Aufstiegs und Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Viele Unternehmen werden den Erwartungen in diesen Bereichen nicht gerecht. Risikoscheu und ein unbeständiger Arbeitsmarkt überwiegen jedoch derzeit die Ambitionen. Infolgedessen bevorzugen die Arbeitnehmer die Sicherheit, in ihrem derzeitigen Job zu bleiben.

Geschlechts- und Generationsunterschiede

Die Randstad-Analyse zeigt deutliche geschlechts- und generationsbedingte Unterschiede bei den Gründen, warum Menschen ihren Arbeitsplatz verlassen. Frauen verlassen ihren Arbeitsplatz häufiger wegen niedriger Bezahlung (53 % gegenüber 47 % der Männer), Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und einem negativen Arbeitsumfeld.

Männer legen mehr Wert auf Innovation und werden durch fehlende Investitionen in Technologie und verantwortungsvolle Politik motiviert, ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Die Generation X legt den Schwerpunkt auf Lohngerechtigkeit. Die Generation Z ist anders: Sie ist eher bereit, Unternehmen zu bestrafen, die nicht in Technologie investieren.

Künstliche Intelligenz

Sie nutzen künstliche Intelligenz und digitale Tools für die Stellensuche, anstatt sich wie ältere Generationen auf persönliche Kontakte oder öffentliche Dienste zu verlassen.

Für Unternehmen besteht die Herausforderung darin, diese unterschiedlichen Motivationen zu verstehen und wichtige Talente zu halten. Das finanzielle Angebot ist für die meisten Arbeitnehmer nach wie vor attraktiv. Qualitative Faktoren werden jedoch schnell ebenso wichtig.

Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ist inzwischen genauso wichtig wie das Gehalt. Personalexperten sagen, dass Unternehmen, die klare Karrierewege, kontinuierliche Weiterbildung und flexible Arbeitszeiten schaffen, diese nutzen können, um eine wertvolle indirekte Vergütung anzubieten.

Damit wird dem Wunsch jüngerer Arbeitnehmer nach Weiterentwicklung entsprochen, während gleichzeitig die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer nach finanzieller Stabilität erfüllt werden.