In einer Erklärung drückte die Gewerkschaft ihre "uneingeschränkte Solidarität" mit den Kollegen der Agentur für Integration, Migration und Asyl(AIMA) in Ponta Delgada aus, wo die Kriminalpolizei(PJ) am Donnerstag Durchsuchungen durchführte.

Die AIMA kündigte unterdessen die Einleitung einer internen Untersuchung an und versprach "volle Zusammenarbeit" mit den Behörden.

Die Gewerkschaft zeigte sich "ernsthaft besorgt über die Darstellung der AIMA in den Medien und in der Öffentlichkeit".

"Die anhaltende negative Berichterstattung untergräbt nicht nur die Glaubwürdigkeit der Institution, sondern verstärkt auch den Druck auf die Mitarbeiter, die ständig unter schwierigen Bedingungen arbeiten", heißt es in der Erklärung.

Die Gewerkschaft der Migrationstechniker behauptet, dass diese Situation ausländischen Bürgern, die auf diese Dienste angewiesen sind, direkt schadet und bestehende Schwierigkeiten verschlimmert.

Die Gewerkschaft warnte auch vor den Gefahren, die mit dem Outsourcing in spezialisierten Bereichen wie der Einwanderung verbunden sind".

"Es handelt sich dabei um Funktionen, die Spezialwissen, institutionelle Verantwortung und juristisches Feingefühl erfordern und nicht unterbewertet oder ausgelagert werden sollten, ohne dass die Folgen für die Qualität des öffentlichen Dienstes und den Schutz der Bürgerrechte gründlich abgeschätzt wurden", so die Gewerkschaft in ihrer Pressemitteilung.

Nach den Durchsuchungen bei der AIMA-Delegation in Ponta Delgada teilte die Kriminalpolizei (PJ) in einer Erklärung mit, dass sie "Straftaten des Machtmissbrauchs, der unrechtmäßigen Vorteilsnahme und der Korruption" untersuche, wobei die Operation im Rahmen einer Untersuchung unter der Leitung der Staatsanwaltschaft der Abteilung für Ermittlungen und strafrechtliche Maßnahmen (DIAP) des Azorenbezirks durchgeführt werde.

"Es geht um den Verdacht, dass Beamte rechtswidrige Handlungen begangen haben, die darin bestehen, dass sie bestimmten Diensten und der Bearbeitung von Fällen gegen eine finanzielle Entschädigung Vorrang eingeräumt haben", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft, die den Redaktionen zugesandt wurde.