Im Pantheon der portugiesischen Literatur gibt es nur wenige Persönlichkeiten, die so groß und so unabhängig sind wie Aquilino Ribeiro. Er wurde 1885 in der Region Beira Alta geboren und war ein Mann der Erde, dessen Leben von Portugal und den Ländern, in denen er im Exil lebte, geprägt war. Er war als "Meister der Sprache" bekannt und erzählte nicht nur Geschichten. Er fängt den rauen, archaischen Puls der portugiesischen Landschaft ein und lässt sich dabei von europäischen Metropolen wie Berlin und Paris inspirieren.

Er entkam dem Gefängnis, indem er in Paris lebte, um dem Zugriff der portugiesischen Monarchie und später auch der Salazar-Diktatur zu entgehen. Diese Erfahrungen flossen in ein umfangreiches Werk ein, vor allem in A Via Sinuosa und Terras do Demo.

Er weigerte sich, dem geschliffenen, urbanen Stil seiner Zeitgenossen zu folgen, und zog es stattdessen vor, die verschwindende Seele des ländlichen Portugals zu bewahren. Heute ruht sein Vermächtnis im Nationalen Pantheon.