Die Übung dient dazu, das Tsunami-Warn- und Alarmsystem der Stadt zu testen und die Einwohner mit den Sirenen, Evakuierungsrouten und Treffpunkten vertraut zu machen.
Die Stadt verfügt derzeit über vier Tsunami-Sirenen, die sich am Passeio Carlos do Carmo, Doca de Alcântara, Praça do Império und Terreiro do Paço befinden. Während der Übung werden alle vier Sirenen aktiviert, um eine echte Warnung zu simulieren.
Tsunamis sind in Europa sehr selten, aber Lissabon hat ein historisches Beispiel. Nach dem großen Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 wurde die Stadt von einem Tsunami heimgesucht. Die Höhe der Wellen wird auf 5-6 Meter geschätzt und erreichte in einigen Gebieten 250-350 Meter landeinwärts. In anderen Teilen Portugals, wie in Sagres an der Algarve, waren die Wellen möglicherweise sogar noch höher, und die Auswirkungen waren Berichten zufolge bis nach Nordafrika und in die Karibik zu spüren.
Die Übung LisbonWave26 ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tages des Katastrophenschutzes am 1. März.
Die Câmara Municipal de Lisboa erklärt, das Ziel sei es, das Bewusstsein für Naturgefahren zu schärfen und sicherzustellen, dass die Einwohner wissen, was in einem Notfall zu tun ist. Die Behörden fordern die Bevölkerung auf, auf die Sirenen zu achten und die Evakuierungsrouten während der Übung zu üben.







