"Im Jahr 2025 genehmigte Infarmed die Einführung von 928 neuen Arzneimitteln auf dem Markt, in einem Jahr, das durch einen starken Beitrag von Generika und die Bedeutung der nationalen Pharmaindustrie für den Zugang zu sicheren, wirksamen und qualitativ hochwertigen Therapien gekennzeichnet war", so die Behörde in einer auf ihrer Website veröffentlichten Pressemitteilung.

Die Nationale Behörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte(Infarmed) fügt hinzu, dass von der Gesamtzahl der zugelassenen Arzneimittel 79 % Generika sind, was "die Bedeutung dieses Segments für die Förderung des Wettbewerbs und die Nachhaltigkeit des Gesundheitssystems bestätigt".

Der Bericht hebt auch die Zulassung von 236 Arzneimitteln der nationalen Industrie sowie von 38 Arzneimitteln hervor, die als unentbehrlich gelten, d. h. Arzneimittel, die für die vorrangigen Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung unverzichtbar sind und für die eine kontinuierliche und regelmäßige Versorgung im Gesundheitssystem sichergestellt werden muss.

Infarmed betont, dass die Analyse der nationalen Arzneimittel, die 2025 im Rahmen der nationalen Verfahren sowie der dezentralisierten Verfahren und der Verfahren der gegenseitigen Anerkennung zugelassen werden, eine stärkere Vertretung der vorrangigen therapeutischen Bereiche zeigt.

Das zentrale Nervensystem ist mit einem Anteil von 22,5 % an der Gesamtzahl der im Rahmen der nationalen Verfahren zugelassenen Arzneimittel besonders stark vertreten, gefolgt vom Herz-Kreislauf-System (17,8 %) und blutbezogenen Arzneimitteln (15,3 %).

"Antineoplastische und immunmodulatorische Arzneimittel machen 12,7 % aus, was die anhaltenden Investitionen in Therapien für onkologische und Autoimmunkrankheiten widerspiegelt", heißt es in dem Bericht.

Weitere relevante Bereiche sind Hormone und Medikamente zur Behandlung von endokrinen Erkrankungen (10,3%), Antiinfektiva (7,0%) und Medikamente für das Verdauungssystem (3,0%). Die übrigen therapeutischen Bereiche sind eher unregelmäßig verteilt.

Infarmed betont, dass im Jahr 2025 auch die Einführung mehrerer erster Generika auf dem Markt genehmigt wurde, die die verfügbaren therapeutischen Optionen erweitern und zur Kostensenkung für die Nutzer und den nationalen Gesundheitsdienst(SNS) beitragen.

Zu den ersten 2025 zugelassenen Generika gehören Tafamidis für das zentrale Nervensystem, Mirabegron für das Urogenitalsystem, Adenosin für das Herz-Kreislauf-System, Paracetamol + Koffein für Analgetika und Antipyretika des zentralen Nervensystems sowie Mitomycin für antineoplastische und immunmodulatorische Arzneimittel.

Ebenfalls als erste Generika zugelassen wurden die Kombination Empagliflozin + Metformin und Empagliflozin in der Gruppe der oralen Antidiabetika; Dienogest + Estradiolvalerat im Bereich der Verhütungsmittel; Lauromacrogol 400, Injektionslösung, als Venotropikum; Edoxaban, in der Gruppe der Antikoagulanzien und Antithrombotika; sowie Atorvastatin und die Kombination Rosuvastatin + Ezetimib, beide in der Gruppe der Lipidsenker.